Montag, 18. März 2013

Ist das Seife?



Eindeutige Antwort: Ja. ist es. Flüssigseife.

Aus viel Olivenöl, ein wenig Kokosfett und einem Klacks Kakaobutter mit KOH eine Seifenpaste hergestellt, mit etwa der 2fachen Menge Wassser erhitzt, noch ein wenig gefärbt, weil so ussels-schlammbraun mag sich ja keiner damit waschen, mit Reiskeimöl ordentlich überfettet und mit einer Parfümölmischung aus Frankincense & Mhyrr und Orangentraum beduftet kann man damit sogar duschen.

Hört man es raus? Ich bin kein Freund davon. Keine Spielereien mit Form und Farbe bei der Herstellungist ist ja sooooo langweilig. Außerdem fehlt mir zum ordentlichen Duschvergnügen ein anständiges Stück in der Hand um mich damit von ganz oben bis ganz unten einseifen zu können und dieses Gehampel mit der Flasche nervt.
Was ich schon mehrfach gehört bzw. gelesen habe, dass KOH-Verseifung die Haut stärker austrocknet als ein mit NaOH verseiftes Stück - dass kann ich von meiner Seite aus hiermit bestätigen.

Aber ausprobieren musste ich es :)
Wer ebenso neugierig ist und es mal versuchen möchte, der schaut mal beim Schaumzwerg vorbei. Dort gibt es ein ausführliches Tut für Flüssigseife.

Dienstag, 5. März 2013

Natur um die Füße



Selbstgestrickte Socken an den Füßen sind doch das allerfeinste in diesem Winter - da bleibt's warm untenrum!
Hier ist nun das erste Paar, das ich aus der pflanzengefärbten Sockenwolle (unteres Bild, 4. Strang von rechts) gestrickt habe.

Diesen Strang habe ich zunächst an einigen Stellen mit einem stabilen Baumwollgarn feste abgebunden und im 2. Zug mit roter Zwiebelschale grün gefärbt. Anschließend die Abbindungen gelöst, genau zwischen den weiß gebliebenen Stellen nochmals abgebunden und im 2. Zug mit Krappwurzeln ein weiteres Mal gefärbt. Nach dem Lösen der letzten Abbindungen musste ich feststellen, dass ich eine der ersten vergaß. Nun hat die Socke neben vielen grünen und hellbraunen auch wenige weiße Stipsen - macht nichts, ist auch ganz nett *g*.

Die Stutzen der Socken sind mit dem mir sehr lieb gewordenen Wildhüter-Muster gestrickt. Das ist fein elastisch und bleibt es auch beim Tragen.

Dies ist ein Beitrag für den creadienstag.

Dienstag, 26. Februar 2013

Mer de lavande



Der Klassiker - eine Lavendelseife - in neuer Variation.

Verseift ist das 25er-Rezept (schlicht, unkompliziert, aber immer wieder gut - besonders mit Schmalz statt Palm) mit Kokosfett, Schweineschmalz, Oliven- und Rapsöl. Beduftet mit reinem ätherischen Lavendelöl Mont Blanc und einem Schwüpsken Muskatellersalbei.
Der Seifenleim wurde gefärbt mit Ultramarin-Blau, Oxid Grün, Titandioxid und topfmarmoriert.
Was meine usselige Kamara als dumpfes Bäh-Grau wiedergibt, das ist in Wahrheit ein feines kräftig-dukles Grasgrün *grummel*

Samstag, 23. Februar 2013

Sommerfeeling


Orangen bringen Sonne in den Winter. So fruchtig, so lecker, so ORANGE! Das muss doch einfach konserviert werden *g*


Orangenlikör:

In ein 1,5 L - Einmachglas kommt ein halbes Kilo brauner Kandis, 3 in Scheiben geschnittene unbehandelte Orangen, 2 cm Vanillestange, aufgefüllt mit Klarem und das Glas gut verschlossen. Das wird nun einige Wochen stehen gelassen. Zwischendurch mal schütteln und probieren und wenn's dann richtig ist wird das lecker Gesöff durch ein Sieb gegossen und in Fläschken abgefüllt *hicks*.



Orangen-Ingwer-Konfitüre:

Der Saft von ca. 6 Orangen (750 ml), die fein geriebene Schanle von 1 unbehandelten Orange  und 2 EL grob geraffelter Ingwer werden mit 500 g Gelierzucker 2:1 gemischt. Alles nach Packungsanweisung einkochen, in vorbereitete (keimfreie) Gläser füllen, die ausgekochten Deckel sofort aufschrauben und die verschlossenen Gläser für etwa 10 Minuten auf den Kopf stellen. Fertig und unschlagbar lecker auf dem Sonntagsbrötchen.


Samstag, 26. Januar 2013

Süß und salzig ist seifig


Eine aus dem Seifentreff gemopste Idee - Brychas Honig-Sole Seife sah so appetitlich aus. So eine wollte ich auch!
Ihre Idee die Lauge mit gesättigter Sole anzurühren und in den Seifenleim 5 % GFM Honig einzurühren verspricht ein sinnliches Duscherlebnis - so etwa in einem halben Jahr ;-)
Die Fettwahl habe ich ein wenig abgewandelt. In dieser stecken Rapsöl, Kokosöl, Schweineschmalz, Reiskeimöl, Sheabutter und Lanolin. Beduftet mit den Parfümölen "An afternoon in the garden" und einem Schwups "Beeswax" (beide von behawe). Eine Winzmenge Titandioxid sorgt für den cremigen Look.


Freitag, 18. Januar 2013

Themenseife "IRA"



Seifentechnisch gibt es doch nichts spannenderes, als eine Seife zu einem bestimmten Thema auszutüftlen. Beste Gelegenheit bieten da die interaktiven Themenseifen im Seifentreff-Forum!

Diesmal habe ich mich entschlossen bei den "7 Todsünden" mitzusieden. Mein Part dabei sollte Ira (Zorn) sein.

Und so sieht die Umsetzung aus:

Zorn ist heiß brennend, überschäumend, agressiv und unkontrolliert.
Drum schienen mir die Fette Kokosnussöl (das wohl am besten schäumende verseifbare Fett), Schweineschmalz (durch Schlachtung gewaltsam gewonnen) und Reiskeimöl (hier die Assoziation zu den „blutrünstigen“ Samurei) mit ein wenig Stearinflocken eine passende Kombination. (Krause Gedankengänge, aber irgendwie muss man dass Thema ja in die Seife bringen ;-) )
Zitronensäure (ätzend) durfte natürlich auch nicht fehlen.
Beißend und erdig-dumpf sollte der Duft werden. Dies habe ich mit einer Mischung aus ÄÖ Teebaum und ÄÖ Patchouli versucht zu erreichen.

Eine schwarze Seife mit roten Flammen schwebte mir vor. Der Seifenleim wurde also geteilt – ein kleinerer Teil mit DC Rosenrot und DC Sunshine, der größere Teil mit ordentlich Pflanzenkohle gefärbt. Dann zunächst der rote Leim in die Form gegossen und mit Hilfe eines Spachtels der Schwarze darüber gegeben. Anschließend habe ich mit einem „Bügel“ die Flammenzungen gezogen.

Im 50°C warmen Backofen erfuhr sie die „Schnell-reif-werden-Methode“.

Diese Seife hat mich tatsächlich in Rage gebracht! Hatte sie sich doch in der Form festgebissen. Wollte ums Verrecken nicht heraus, so dass ich Gewalt anwenden musste! Ist echt wahr!
Und richtig schneiden lassen wollte sie sich auch nicht! Nur mit viel Kraftaufwand, unflätigen Flüchen und bösartigem Gebrösel ist es mir gelungen, dem Block ein paar akzeptable Stücke abzuringen!

Was aber nicht davon abhalten soll, die Seife zu genießen – denn immerhin ist es Seife.

Die Beigabe (Harissa - ist eine superscharfe Gewürzmischung aus Chili, Cayennpfeffer, Habanero, Cumin und Koriander), die lasse Feuer spucken und Rauch aus den Ohren quellen *ggg*

Das Rezept:

345 g Schweineschmalz
345 g Kokosnussöl
345 g Reiskeimöl
35 g Stearinflocken

30 g Zitronensäure
270 g dest. Wasser
NaOH für 6% Überfettung


ÄÖ Teebaum und Patchouli

1 geh. TL Pflanzenkohle
1 MSP DC Rosenrot
1 MSP DC Sunshine


Im nachhinein denke ich, die Stearinflocken hätte ich mir schenken können. Dann hätte es mit dem Schneiden vielleicht besser geklappt *grumpf*

Freitag, 14. Dezember 2012

Hoppala!

Und das gleich zwei mal:

Zum einen muss ich mich für die enorme Verzögerung der Kreativ-Contest-Gewinner-Bekanntgabe aufs heftigste entschuldigen! Manchmal überrollt einen das Leben und ich hatte in der letzten Zeit alle Hände voll zu tun, nicht "unter die Räder" zu geraten. Was aber nicht euer Problem sein kann und soll.

Drum jetzt und hier!
Das zweite Hoppala!
Weil...

... es gibt zwei Sieger *hurrahurrahurra!!!*

Stimmengleichstand für:



und




Euch beiden herzlichen Glückwunsch - und schreibt mir doch bitte eure Adressen via e-mail. Der Doppelsieg hat mich zwar etwas überrumpelt, aber ich werde mir alle Mühe geben, euch beiden eine angemessene Überraschung zu bereiten *g*

Allen Teilnehmern ein dickes, herzliches Dankeschön fürs Mitmachen!