Samstag, 25. Dezember 2010

Weihnachtsseife - "Die Heiligen Drei Könige"


Jesus wurde in der Stadt Betlehem in Judäa geboren, als König Herodes in Jerusalem regierte. Bald nach seiner Geburt kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: „Wo finden wir das neugeborene Kind, den kommenden König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen.“
Als König Herodes das hörte, geriet er in Aufregung und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle führenden Priester und Gesetzeslehrer zu sich kommen und fragte sie: „Wo soll der versprochene König geboren werden?“ Sie antworteten: „In der Stadt Betlehem in Judäa. Denn so hat der Prophet geschrieben: >Du Betlehem im Land Juda! Du bist keineswegs die unbedeutende Stadt in Juda, denn aus dir wird der Mann kommen, der mein Volk Israel schützen und leiten soll.>“
Daraufhin rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und fragte sie aus, wann sie den Stern zum erstenmal gesehen hätten. Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: “Geht hin und erkundigt euch genau nach dem Kind, und wenn ihr es gefunden habt, gebt mir Nachricht! Dann will auch ich zu ihm gehen und ihm huldigen.“
Nachdem sie diesen Bescheid erhalten hatten, machten sich die Männer auf den Weg. Der Stern, den sie schon bei seinem Aufgehen beobachtet hatten, ging ihnen voraus. Genau über der Stelle, wo das Kind war, blieb er stehen. Als sie ihn dort sahen, kam eine große Freude über sie. Sie gingen in das Haus, fanden das Kind mit seiner Mutter Maria, warfen sich vor ihm nieder und huldigten ihm. Dann breiteten sie die Schätze aus, die sie ihm als Geschenk mitgebracht hatten: Gold Weihrauch und Myrrhe. In einem Traum befahl ihnen Gott, nicht noch einmal zu Herodes zu gehen. So reisten sie auf einem anderen Weg in ihr Land zurück.
(Die Gute Nachricht, Mathäus 2, 1-12)


Soweit die Geschichte im Neuen Testament, die der Legendenbildung von den Heiligen drei Königen zugrunde liegt.
Schon im frühen Christentum begannen sich Geschichten um die Waisen aus dem Morgenland zu ranken. Ihre Zahl war nicht immer „drei“ und der Mohr ist in älteren Darstellungen hellhäutig mit dunklem Bart. Häufig findet sich eine Darstellung der Magier als Jüngling, erwachsener Mann und Greis. Dieses Motiv eines Dreiklangs griff ich in der Seife auf: einmal in der Wahl der drei Fette (Mandelöl, Sheabutter und Kokosöl), der drei Farben (Titandioxid, Tonerde gelb und rot) und im Stempelmotiv (drei Sterne), wobei ich mich bemühte eine „aufsteigende Reihenfolge“ einzuhalten; entsprechend den Lebensjahren der Könige von wenig Kokosöl bis viel Mandelöl; die Farben von hell nach dunkel, die Anordnung der Sterne von klein nach groß.

Weihnachten ist für mich eindeutig die Zeit der Nüsse. Darum habe ich ausschließlich „Nussöle“ verwendet und als i-Tüpfelchen Mandelmilchpulver in den Seifenleim gerührt.

Schaue ich mir Fotos aus der Gegend in der Jesus geboren wurde an, so dominieren helle Erdfarben das Bild. Die Entscheidung Tonerden zu verwenden war schnell getroffen.

Die Sterndeuter brachten dem Kind Geschenke: Weihrauch, Myrrhe und Gold. Auch das sollte selbstverständlich in die Seife. Weihrauch und Myrrhe kamen in Form des Duftes (Frankincens & Myrrh von Gracefruit) hinein, das Gold als Mica für den Stempel obendrauf.

Aus der Legende der Heiligen drei Könige entwickelten sich Traditionen. So gehen heute Sternsänger am 6. Januar von Haus zu Haus und tragen dabei einen gebastelten Stern auf einem Stecken vor sich her. Ich habe also auch gebastelt: einen Fimostempel mit drei Sternen auf Stecken.

In einigen Gegenden gibt es den alten Brauch des „Bohnenkönigs“. Dafür werden „Dreikönigskuchen“ gebacken, wobei eine Bohne, eine Mandel, eine Münze oder sonst ein kleiner Gegenstand eingebacken wird. Wer dies beim Essen findet ist „König des Tages“.
In einem Seifenstück steckt deshalb ein kleiner blauer Sodalith. Wer ihn beim Verwaschen der Seife findet ist der Seifenkönig ;-)


Hier noch das Rezept:

250 g Mandelöl
200 g Sheabutter
150 g Kokosöl

10% Überfettung
130 g dest. Wasser für die Lauge

20 g Mandelmilchpulver mit
40 g dest. Wasser verrührt in den Seifenleim

15 g Parfümöl Frankincens & Myrrh von Gracefruit

Titandioxid, gelbe und rote Tonerde



Nun wünsch ich euch ein gesegnetes Fest und ein gutes neues Jahr.

Kommentare:

  1. Eine wunderschön umgesetzte Seife.
    Wünsche Dir auch ein frohes Fest und einen guten Rutsch in das neue Jahr.
    LG Iris

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  2. Hallo Niki.
    die Hl. Drei Könige - Seife ist Dir wirklich gelungen. Ich wünsch Dir und Deiner Familie auch noch schöne Festtage und Gesundheit und Glück für das neue Jahr.
    lg.
    Sylvie

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  3. Ich wünsche Dir gesegnete Weihnachten und freue mich von Herzen über Deine gelungene künstlerisch-philosophische Umsetzung der Dreikönigsseife.

    Ich erinnere mich noch gut an die wunderschöne Taufe unseres Kleinen im vergangenen Jahr am 1. Weihnachtstag - da war genau diese Geschichte das Thema der Predigt, und über der Kanzel hing der leuchtende Bascettastern, den ich für die Kirche basteln durfte.

    Ich mag Sterne. Ich brauche Sterne. Gerade weil sie uns dann (er)scheinen, wenn es mal dunkel um unsere Herzen zu werden droht.

    Möge auch Dir immer ein Stern leuchten und den Weg weisen, wenn Du ihn brauchst!

    Alles Liebe
    Postpanamamaxi mit ihren drei Männern

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  4. Die ist toll geworden und das Thema ist perfekt umgesetzt. Ich glaube noch mehr "Gedanken" hättest Du nicht mehr reinpacken können...
    Liebe Grüße

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  5. Ich liebe diese Seife! Dieser Duft und der schöne Schaum. Vielen Dank für diese tolle Seife. LG Netti

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