Sonntag, 30. Januar 2011

Thunfisch-Käse-Hundekekse


Unsere Bubble profitierte mal wieder von einem meiner Backanfälle. Ein weiteres Mal eines ihrer Liebliengsleckerchenrezepte - Thunfisch & Käse. Und damit sie reproduzierbar bleiben schrieb ich mir ganz genau auf was alles reinkam:


3 Dosen Thunfisch im eigenen Saft
200 g geriebener Gouda (es geht auch anderer geiebener Käse)
100 g kaltgepresstes Bio-Distelöl
450 g Dinkelvollkornmehl
250 g Maismehl
etwas Wasser

Den Thunfisch abgießen, mit Käse und Öl gut pürieren. Dann mit Mehl und etwas Wasser zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Diesen auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausrollen, in Würfel schneiden und gut 45 Minuten bei 175°C backen.
Anschließend auskühlen lassen, auseinander brechen und nochmals für etwa 30 Minuten bei 170°C gut trocken backen.
Ausgekühlt in luftige Behälter füllen und wie immer für Fellnasen unerreichbar verstauen.

Freitag, 28. Januar 2011

Farbexperimente in Sachen Badebomben - Vierter Teil



Eine kleine Inventur im Siedeschrank brachte noch das ein oder andere farbige Pülverken zutage, was sich doch sicher mehr oder weniger sinnvoll in Badebomben versenken lässt und den blassen Geschöpfen Farbe einhaucht.

Der Masse für 2 Badekugeln habe ich jeweils einen TL diverser Pulver zugegeben.


Himbeerfruchtpulver gibt den Kugeln einen netten Pinktouch

Mit Aprikosenfruchtpulver werden die Kugeln zart orange

Gemahlene Orangenschale bringt auch ein klein wenig Farbe ins Spiel

Honigpulver macht sich hoffentlich pflegetechnisch bemerkbar; Farbe gibt es damit jedenfalls nicht


Spirulina macht die Bomben kräftig grünblau.


Mit Weizengraspulver bekommen die Badekugeln einen kräftig-gelbgrünen Ton.


Da jedes Pulver seinen eigenen Geruch mitbringt, habe ich alle Badebomben gleich beduftet. Bei den fertigen Kugeln kann ich jetzt keine Veränderung des Duftes feststellen. Wie sich auf solche Art gefärbte Badebomben im Hinblick auf unschöne Ränder in der Badewanne und Duftabweichung verhalten, dass müssen meine Kiddis in der nächsten Zeit ausgiebig testen ;-)


Weil's so schön ist noch ein Foto von den bunten Restekugeln :-)


Dienstag, 25. Januar 2011

Meine erste Osterseife


Als Seifensieder muss man ja früh genug an die Osternester denken ;-) Deshalb habe ich mich gestern an einen ersten Versuch einer Osterseife gemacht.

Zunächst eine OHP gesiedet, in vier Portionen geteilt und kräftig gefärbt. Frische OHP, noch leicht warm, lässt sich wunderbar kneten. Und so wurden Würstchen gerollt und zusammengelegt und wieder gerollt und so fort, bis ich eine dicke lange bunte Wurst hatte. Noch ein wenig gedrückt, so dass ein eiförmiger Querschnitt entstand und der Einleger war fertig. *uff*

Ach, könnte ich doch nur besser Fimo! Wer so feine Canes mit Polymer Clay anfertigen kann, der hat mit Knetseife bestimmt mehr Glück als ich.

Nun noch flott eine CP gerührt, in zwei Portionen geteilt und unterschiedlich gefärbt, erste Schicht in die Blockform gegossen, Tonerde-Ader drübergestreut, Einleger einplumpsen lassen, zweite Schicht rechts und link vom Einleger eingegossen, isolieren und gespannt auf den Anschnitt warten *hibbelhibbelvierundzwanzigstundenlang*.

Und dann der große Moment: ist's auch wirklich ein Ei geworden?
Jepp! - Ei! - Heureka!



Noch das Rezept:

Für den OHP-Einleger:

25% Olivenöl
25% Palmkernöl
25% Rapsöl
20% Kokosöl
5% Rizinusöl

10% Überfettung
30% destiliertes Wasser

Ultramarinblau, DC Fire, DC Pigmentgelb, DC Fichtennadelgrün


Für die CP-Schichten:

37% Olivenöl
30% Palmöl
20% Kokosöl
8% Walnussöl
5% Rizinusöl

10% Überfettung
25% destiliertes Wasser

2% der Gesamtfettmenge PÖ Garden Path von Gracefruit

Titandioxid, grüne Tonerde

Freitag, 21. Januar 2011

Häkelmützenwahn(sinn)



Man kann ja nicht nur Badebomben basteln. Mindestens genauso wichtig wie ein gutes Bad sind warme Öhrkes. Und es ist rattenkalt da draußen!

Es wurden also die Garnvorräte durchforstet und im Netz nach einer geeigneten Anleitung gesucht. Fündig geworden bin ich dort. Natürlich stimmte die Maschenprobe meiner Garne nicht mit der angegebenen überein, so dass ich die Zu- und Abnahmen anpassen musste.

Ich bin von dem Modell so begeistert, dass sicher noch weitere Mützen folgen werden :-)

Dienstag, 18. Januar 2011

Farbexperimente in Sachen Badebomben - Dritter Teil


"Sitzen drei in einem Zug und fahren durch das Münsterland und sehen auf einer Weide eine Schwarzbunte stehen. Da sagt der Erste: "Schaut mal, hier sind alle Kühe weiß mit schwarzen Flecken." "Neee," erwiedert der Zweite, "das kannst du so nicht sagen. Du siehst ja nur die eine Kuh und weißt gar nicht ob alle hier so aussehen." Da lächelt der Dritte und meint: "Eigentlich können wir nur sagen, dass diese Kuh von dieser Seite weiß mit schwarzen Flecken ist."

In einem weitern Versuch den Badebomben Farbe zu geben, habe ich mich auf das Thema "Tonerde" gestürzt. Dabei hat mich besonders interessiert, ob es einen Unterschied macht wenn man die Tonerde
a) in der trockenen Mischung verteilt und anschließend die geschmolzenen Fette unterknetet
oder
b) die Tonerde in die geschmolzenen Fette einrührt und dies in die Trockenmischung knetet.

Dafür habe ich zweimal genau das gleiche Rezept verarbeitet und einmal Methode a) und einmal Methode b) angewendet.

Wie sie sehen sehen sie nix. Die Kuh sieht auf beiden Seiten gleich aus.

Der einzige Unterschied ist, dass sich die Tonerde mit a) einfacher und sauberer verarbeiten lässt.

Samstag, 15. Januar 2011

Farbexperimente in Sachen Badebomben - Zweiter Teil


Nun gut, ich habe mich überwunden und meine Bedenken bezüglich wasserlöslicher Farben in Badebomben über Bord geworfen.
Nachdem im Workshop mehrfach darauf hingewiesen wurde, dass öllösliche /-dispergierbare Farben unschöne Ränder in der Wanne hinterlassen würden, fasste ich mir ein Herz und probierte einige wasserlösliche aus.

Wie von vielen erfahrenen Badebombenbauern empfohlen rührte ich zunächst wenige Tropfen in Wasser gelöstes Pigment ins abgewogene Natriumhydrogencabonat bis alles 100%ig verteilt war, fügte anschließend Stärke und Milchpulver hinzu, - rühren, rühren, rühren - und zuletzt die Zitronensäure. Und siehe da - alles blieb ruhig, nix sprudelte sofort los *freu*.
Noch wie gewohnt die geschmolzenen Fette untergeknetet und Kugeln geformt - fertig.

Verwendet habe ich folgende Pigmente:
  • DC Rosenrot für die rosaroten Bomben
  • DC Grünblau für die zart-türkisfarbenen und
  • Lebensmittelfarbe Orange für die Badebomben in Hellorange
War doch nicht so schwer wie ich es mir vorgestellt hatte ;-)

Mittwoch, 12. Januar 2011

Farbexperimente in Sachen Badebomben - Erster Teil


Weil mal wieder der Badebombenvorrat unter extremer Verschwindsucht litt und im Naturseifenforum grade der monatliche Rührküche-Workshop: Badebomben & Co. stattfindet, war dies für mich Anlass den Vorrat aufzufüllen.

Frau möchte ja die Materie etwas mehr durchdringen und darum habe ich mich gestern intensiever mit der Farbgebung der Pflegekuglen beschäftigt:

Lebensmittelfarben oder andere wasserlösliche Kosmetikpigmente sind mir persönlich wegen der Gefahr vorzeitigen Lossprudelns nicht ganz geheuer. Zudem wird an verschiedenen Stellen vor Überdosierung gewarnt, da manches nicht nur das Bömbchen und Badewasser färbt. NeNe - auf verschlumpfte Kiddis nach der Badeparty hab ich dann doch keine Lust ;-)
Meine Lösung: öllösliche bzw. -dispergierbare kosmetikgeeignete Farben.

Das Tonerden ganz gut funktionieren habe ich schon in früheren Versuchen getestet. Farbige Tonerden machen die Badebomben auch schön erdfarben-bunt.

Im gestrigen Test stürzte ich mich auf Oxide und Ultramarin. Und die Ergebnisse fand ich doch recht überzeugend.

Generell habe ich ein wenig der Farbstoffe in dem geschmolzenen Fett gut verrührt und dies anschließend mit der Trockenmischung verknetet.

  • Oxid-ocker wird ein schöner warmer Gelbton
  • Oxid-grün färbt die Badebomben Jägergrün
  • Oxid-ocker mit Oxid-grün gemischt und gering dosiert macht sie herrlich zart Lindgrün und
  • Ultramarin-Blau wird eine schöne Schlumpffarbe ohne das ich Gefahr laufe meine Kinder nach dem Bade in Bleichmittel stecken zu müssen ;-) . Und was mit Ultramarin-Blau funktioniert, das geht bestimmt auch mit Ultramarin-Violett und -Rosa.


So quasi als Nebenprodukt fielen die bunten Bomben ab: nicht immer kommt bei mir eine glatte Zahl Badekugeln aus einem Rezept raus. Da bleiben immer kleine Reste, die nicht mehr eine ganze Kugel ergeben. Früher habe ich die in der Schüssel trocknen lassen und am darauf folgenden Tag zu Badepulver zerkrümelt. Kann man auch mit baden - macht eigentlich keinen Unterschied.

Aber als ich gestern das Häuflein bunter Mischung in der Resteschüssel sah, da schwebten vor meinem geistigen Auge bunte Kugeln. Nur, wenn schon mal angetrocknet, bringe ich die Masse nicht mehr in Kugelform. Das hält bei mir nicht mehr!

Also kurz überlegt, was wird denn da fest? Na klar, die Fette. Wie werden feste Fette weich? Jepp, durch Wärme. Habe also kurzerhand die Schüssel in die Mikrowelle gestellt - was soll schon groß passieren? - und die komplette Mischung nochmals leicht erwärmt (vielleicht ein bisschen zu warm). Und siehe da, es funktionierte *strahl*. Bunte Kugeln!


Nachtrag (01.04.2011): War doch keine so gute Idee öllösliche/-dispergierbare Farben zu verwenden. Nach Hinweisen im NSF und eigener Hirnanstrengung kam ich zu dem Schluß, dass diese Pigmente nicht nur unschöne Wannenränder machen, sondern auch mit den Fetten nach dem Bade - wenn auch nicht sichtbar - auf der Haut verbleiben; und das ist mir dann noch nicht so geheuer.

Dienstag, 11. Januar 2011

Herzliches Herzken angekommen :-)


Die liebe Nane ehrte mich mit dieser Auszeichnung - und ich bin wahnsinnig stolz *kurzvormplatzenist*

Weil es aber soooo viele feine Blogs im weiten Web gibt, ist mir die Entscheidung nicht leicht gefallen, an wen ich die Staffel weitergebe. Nun gut, ich habe mir drei Kandidaten ausgesucht und hoffe, dass mir niemand böse ist.

Das erste Herz möchte ich Liz überreichen. Auf ihrem Blog Postpanamamaxi erzählt sie herrlich herzerfrischend, bodenständig und mit viel Humor Begebenheiten aus ihrem Alltag, so dass ich mich häufig selber darin wiederfinde und neuen Mut schöpfen kann.

Als zweites möchte ich ein Herz Hellcat geben. Auf ihrem Blog Hellcats' Soapworld lässt sie die gesamte Seifensiederwelt und alle Interessierten an ihren zahlreichen und wunderbaren Seifenexperimenten teilhaben. Ich kenne ihren Seifenkeller und bin jedes Mal ob ihrer Werke schwer beeindruckt.

Das dritte und letzte Herz möchte ich Helga anvertrauen. Ihr Blog Bindepunkt ist der Ort "... wo meine textilen Arbeiten, die Inspiration durch kreative Freundinnen und Naturbeobachtungen miteinander verbunden werden... " (Zitat von ihrem Blog). Dieser Gedanke gefällt mir und mein Weberherz schlägt bei jedem Besuch auf ihrem Blog ein paar Takte schneller.

Also, wenn Ihr mitmachen möchtet? Aber es soll sich niemand von mir genötigt fühlen!


Und hier sind die Regeln:
Du bist getaggt worden & möchtest teilnehmen?
Erstelle einen Post, indem du das Liebster-Blog-Bild postest & die Anleitung reinkopierst (= der Text den du gerade liest). Außerdem solltest du zum Blog der Person verlinken, die dir den Award verliehen hat & sie per Kommentar in ihrem Blog informieren, dass du den Award annimmst & ihr den Link deines Award Posts da lassen. Danach überlegst du dir 3- 5 Lieblingsblogs, die du ebenfalls in deinem Post verlinkst & die Besitzer jeweils per Kommentar - Funktion informierst, dass sie getaggt wurden und hier ebenfalls den Link des Posts angibst, in dem die Erklärung steht. Liebe Bloggerinen: Das Ziel, dieser Aktion ist, dass wir unbekannte, gute Blogs an's Licht bringen, deswegen würde ich euch bitten keine Blogs zu Posten, die ohnehin schon 3000 Leser haben, sondern talentierte Anfänger & Leute, die zwar schon ne Weile bloggen, aber immer noch nicht so bekannt sind
.

Sonntag, 9. Januar 2011

Raspelrecycling - wenn mal eine Seife daneben geht


Nun, da ist mir vor einiger Zeit ein kleines Seifenunglück passiert: bei einer dreischichtigen Schieberseife muss ich mich bei einer Schicht höllisch mit dem NaOH vertan haben. Diese Schicht war sehr hart, bröckelig und brizzelte auch noch nach 8 Wochen. Keine Frage - da war ein heftiger Laugenüberschuss.
Weil es aber nur die eine Schicht betraf und in der Seife sooooo viele feine Zutaten steckten, blutete mir das Herz sie zu Putzseife verarbeiten zu müssen.

Also habe ich die Schichten mit einem Messer auseinander geschnitten, die missratene zu den Putzseifenstücken gelegt und die anderen beiden getrennt fein geraspelt. Gestern habe ich dann einen neuen Seifenleim gerührt. Das einfache 25er aus Kokos-, Palm-, Oliven- und Rapsöl, mit etwas Rizinusöl und einer guten Portion Schafmilchjoghurt aufgepeppt und zusammen mit reichlich Raspeln zu einer neuen Dreischichtigen, beduftet mit PÖ Paradise (Gracefruit), verarbeitet.

Ein erster Anwaschtest lässt Schönes ahnen: sie schäumt üppig und fein-cremig *freu*

Donnerstag, 6. Januar 2011

Watteweiche Zweimeterfünfzig in Weiß


Das erste Projekt des Jahres ist fertig.

Das Experiment moderne Kunstfasern mit jahrtausender alter Technik in einem Objekt zu verbinden kann , so glaube ich, als Erfolg verbucht werden :-) Acryl und Handweberei passen doch ganz gut zusammen *find*.
Danke an Liz, die mir Mut machte und mein Bauchgrummeln besänftigte *küsskenschmeißt*

Es war schon etwas gewagt den Versuch zu starten, diese beiden doch recht unterschiedlichen Garne im Schuß wie auch in der Kette zu verarbeiten. Auf dem Webrahmen mit sowieso keiner hohen Fachbildung des Gatterkamms war es eine rechte Friemelei für jeden Schuß das sich immer wieder verhakelnde Chenillegarn der Kette auseinander zu zupfen. Aber die Optik belohnt die Mühe.

Mit fortschreitender Webarbeit wurde auch bald klar, dass wie vermutet die Kettspannung ausgeglichen werden muss. Gelöst habe ich das Problem mit dem Einlegen von Stäben.

Was war ich auf den Augenblick gespannt das gute Stück endlich aus dem Webrahmen nehmen zu können!

Und ich bin zufrieden :-)

Samstag, 1. Januar 2011

Material für einen Kuschelschal


Das neue Jahr werde ich heute mit der Kette für einen feinen Schal beginnen. Wenn es mir auch ein wenig Bauchschmerzen bereitet Kunstfasern zu verweben (irgendwie passt für mich handweben und Acryl nicht ganz zusammen), frau muss halt nehmen was zu bekommen ist und den Materialmix fand ich dann doch spannend.
Das Garn ist auf Spulen und ich freue mich schon jetzt auf das Anweben *g*. Da steht aber noch das Schären und Einziehen vor.

Also - auf geht's!

In diesem Sinne allen lieben Lesern ein gutes neues Jahr!
Mögen alle Eure Wünsche in Erfüllung gehen -
"so sie denn dem Weltfrieden nützen" ;-) (Zitat GG)