Dienstag, 23. August 2011

Seifenheime



Für Spinnereien oder Nadeleien mit Wolle war es mir in den letzten Tagen zu warm. Kühler Stein schien mir passender. Aber Pustekuchen - die Raspelei war ordentlich schweißtreibend! Spaß gemacht hat es aber, mal wieder ein paar Seifenablagen aus brasilianischem Speckstein zu verbrechen. Apropos ver"brechen" - der dritte Stein hatte leider einen verborgenen Riss und kurz vor Vollendung brach die mühsam geraspelte Schale in der Mitte entzwei! Ärgerlich aber kann passieren *grumpf*

Samstag, 20. August 2011

Zurück zum Anfang - OHP-Versuche



Ich fühle mich seifensiederlich zu meinen Anfängen zurück versetzt - OHP und ich, wir sind nicht wirklich gute Freunde *seufz!* Dabei sind die heiß Verseiften unschlagbar was ihren Schaum betrifft. Mein Eindruck ist, dass eine zweiwöchige OHP-Seife angenehmer schäumt als eine zweijährige CP - bei gleichem Rezept.

Mit der Gestaltung schlage ich mich rum. Die gleichen Techniken wie bei den Kaltgerührten funktionieren nur bedingt bis gar nicht. Meine Versuche 2- oder 3-farbiger im-Topf-Mormorierungen sind recht kläglich ausgeffallen. Und die von mir so heiß geliebten Tonerden, Oxide und Ultramarine bekommen lange nicht die Leuchtkraft wie in einer gegelten CP. Wogegen die wasserlöslichen Pigmente gewohnt fein färben - siehe Brilliantrosa und Lumigreen *g*.

Mit Pflege und Schaum des Seifkens unten recht bin ich hoch zufrieden. Gesiedet nach einem schon bewährten Rezept. Nur habe ich diesmal Schafmilchjoghurt anstelle der Ziege eingesetzt.

Gefolgt von der Seife oben rechts die auch wunderbar pflegend schäumt.

20 % Kokosöl
30 % Palmöl
20 % Olivenöl
25 % Rapsöl
5 % Rizinusöl
10 % Überfettung
10 % Vollmilchjoghurt in den fertig verseiften Leim
gefärbt mit Ultramarinviolett (*örgs*, grau geworden) und Brilliantrosa
duftet nach "Black soap's best Baby" von behawe

Der dritte Versuch, dessen pflegender Schaum auch nicht von schlechten Eltern ist, der musste ohne Milch auskommen und bekam dafür das Überfettungöl erst nach der Verseifungsvollendung. Das wollte ich mal testen.
Also, der fertige Seifenleim incl. verflüssigter Sheabutter ist viiiiel zäher als einer mit Sauermilch drin. Entsprechend zäh auch das "Marmorieren" *uffz*.

20 % Kokosöl
20 % Palmöl
20 % Olivenöl
25 % Rapsöl
5 % Rizinusöl
10 % Sheabutter (nach "Elefantenhautstadium" eingerührt)
10 % Überfettung
gefärbt mit Fichtennadelgrün, Lumigreen und Blaugrün (oder Grünblau?)
duftet nach Agave new edition von behawe

Fazit: Milch-OHP sind wunderbar! Und wenn ich das mit dem Desing in den Griff bekomme, dann liebe ich die OHPs *g*

Um es vorweg zu nehmen: mir ist Zucker in der Seife suspekt; drum kommt auch keiner rein ;)

Montag, 15. August 2011

Beutezug


Zurück von der Insel kann ich euch zeigen, was Mama_von_mama-niki und ich gemeinsam gewurschtelt haben: Wollfärbung aus Schilfblüten!

Beim Spaziergang in Lauterbach wurde das Taschenmesser gezückt und jede Schilfblüte, die so unvorsichtig war und sich uns in den Weg stellte, eingesammelt. Zum Schluß hatten wir gut 200 g beisammen. Die kostbare Beute wurde in einem großen Topf mit Wasser eine Stunde geköchelt, abgesiehen und mit dieser Flotte konnten dann 2x 100g weißer Merinokammzug und 1x 100g verzwirnte graue Wolle herrlich grün gefärbt werden. Wie gut, dass immer ein Vorrat an gebeizter Wolle im Haus ist *g*

Außerdem bedachte mich Muttern mit reichlich Rohwolle - zwei Säcke voll rüganer Schafwollpracht durfte ich mit nach Hause nehmen! Zum Teil schon gleich auf der Insel in Gemeinschaftsarbeit von Mutter und Tochter gewaschen und gezupft. Das sollte genug Spinnfutter für den kommenden Winter sein *g*

Dienstag, 2. August 2011

Zwirbelzwiebel


Von meiner Mama bekam ich zwei wunderschöne mit Zwiebelschalen gefärbte Kammzüge. An denen hab ich dann mal gleich die neuen Handkarden ausprobiert - festgestellt, dass ich da noch viiiiel üben muss - gesponnen und mit brauner Eiderwolle verzwirnt.

Angefangen zu strickseln hab ich auch schon. Im Augenblick sieht das Stück einer pompösen Unterbuxe nicht unähnlich ;)