Samstag, 31. März 2012

Wie soll man bloß diese Farbe nennen?!?



Die Silberlocken sind noch nicht fertig verstrickt, da gibt es schon das nächste Futter für die Nadeln. Aus roter und violetter batikfarbengefärbter Wolle sind rund 120 g Garn mit einer Gesamtlauflänge von etwa 600 m entstanden. Lebendig aber hoffentlich nicht zu unruhig für ein feines Lace-Tuch.

Samstag, 24. März 2012

Milchtütenzweckentfremdung



Nun, nicht so ganz dem Zweck entfremdet - immerhin mit einer Schafmilchjoghurtseife befüllt :)

Milch- oder Safttüten eignen sich hervorragend als Seifenformen, will man im Tower trichtern. Mir war es nur ein Ärgernis, dass die Tüten beim Befüllen zum Umkippen neigen und hat man einmal den Seifenleim drin, dann beulen sie sich unschön aus.
Die Lösung des Problems war für mich der Bau eines passgenauen Rahmens aus zugeschnittenen Sperrholzplatten, so dass die Tüte Standfestigkeit und Formbeständigkeit erhielt.
Wer ebenso gerne seine Seifen in zweckentfremdete Tüten bastelt, der kann vielleicht mit dieser Bauanleitung etwas anfangen.

Die Seife ist nach folgendem Rezept entstanden:

15% Kokosöl
15% Palmkernöl
10% Sheabutter
60% Olivenöl

8% Überfettung
30 % Flüssigkeitsmenge (dest. Wasser zu NaOH im Verhältnis 1:1, den Rest als glattgerührten Schafmilchjoghurt in den emulgierten Seifenleim)

PÖ CederSafran
Titandioxid, Oxid rot, Ultramarinblau

Dienstag, 20. März 2012

Vorbereitungen für die nächsten Einkochorgien


Die Sonne lacht, im Garten sprießt das erste Grün mit Macht - es wird Frühling!

Zeit, an die nächsten Einkochereien zu denken. Den ganzen Winter über habe ich fleißig Gläser gesammelt. Was mir da aber nicht so gefällt, besonders weil ich doch so gerne Selbstgemachtes verschenke, sind diese unschönen oder langweiligen Deckel. Stofffetzen oder Servietten ausschneiden und mit Gummiband befestigen ist so eine erste Maßnahme, die aber leider nicht von Dauer ist. Spätestens wenn das Glas geöffnet wird, dann kommt zum Vorschein, dass es ehemals mit Gurken oder Pizzasoße befüllt war. Nicht schön!
Drum dachte ich mir, dies ist die Gelegenheit mich zum ersten Mal in der Serviettentechnik zu versuchen. Mangels sofort verfügbarem Speziallack für diese Technik griff ich auf Bastelkleber und Acryllack zurück - das war wenigstens im Haus.

Hier also Methode  A:
Deckel mit ein wenig verdünntem Bastelkleber einpinseln, Serviettenfetzen drauflegen und vorsichtig mit einem Pinsel andrücken. Nach dem Trocknen zwei mal mit Klarlack lackieren - fertig.
Das Ergebnis hat mir schon recht gut gefallen (im Foto der Deckel mit den blaugrundigen Margariten).

Aber frau möchte ja "professionell" hobbyen. Wie gut, das der ortsansässige Bastelladen recht gut sortiert ist, und so konnte ich ein Pöttken Spezialzeugs "Lack & Leim" erstehen. Es hat mich ja schon ein wenig stutzig gemacht, das in der Beschreibung stand "für saugende Gründe wie Teracotta, Holz, Pappe" usw. Hm - aber probiern wir's mal, auch wenn die lackierten Metalldeckel alles andere als saugend sind.

Hier also Methode B:
Serviettenfetzen auf Deckel legen und mit dem Serviettentechnickspeziallackundkleberineinemzeugs einpinseln. Gar nicht so einfach! Dieser Hauch von Papier saugte sich voll, wurde recht instabiel und riß immer wieder ein. Gut, also wieder zusammenschieben - sieht man ja kaum den Riß. Das war schon eine kleine Geduldsprobe. Die nächste war das Warten, bis das Zeugs endlich getrocknet war. Wäre der Grund saugend, wäre es sicher schneller gegangen *seufz*. Schlußendlich war der Deckel aber auch aufgehübscht (im Foto der braungrundige mit Sonnenblume)

Nun der Härtetest! Will man vorbereiten und die Gläser mit den "verschönerten" Deckeln befüllen, so müssen diese auch ein mindestens 5-minütiges Bad in kochendem Wasser überstehen (wegen des Keimmassakers). Beide Deckel haben es mehr oder weniger schadlos überstanden. Nur der Braune, da wurde der Speziallack an einigen Stellen wieder milchig. Scheint sich aber mit der Zeit wieder zu erholen :)

Dienstag, 13. März 2012

Calendula-Seife


Blüten in Seife zu versenken ist doch immer wieder reizvoll. Und da bieten sich die Ringelblumen regelrecht an - haben sie doch hautpflegende Eigenschaften und behalten in dem recht alkalischen Millieu ihre wunderschöne gelbe Farbe.

Ich war also ganz geduldig und habe zunächst über etliche Wochen getrocknete Ringelblumenblüten in Olivenöl mazerisiert und als ich es nicht mehr ausgehalten habe, eine Seife in zwei Schichten daraus gebaut.

Je Schicht:
360 g Olivenöl (Calendula-Mazerat)
150 g Palmkernöl
25 g Kakaobutter
15 g Rizinusöl

137 g dest. Wasser
8% Überfettung

11 g PÖ Heather & Hyacinth (Verseifer)

Die erste Schicht blieb ungefärbt, bekam aber dafür die pürierten Ringelblumenblüten aus dem Mazerat.
Die zweite Schicht ist topfmarmoriert mit Titandioxid und roter Tonerde.
Wenn nicht das Parfümöl drin wäre, dann dürfte sie mit Fug und Recht den Titel "Naturseife" tragen.

Freitag, 9. März 2012

Silberlocken



Rauhwollenes Pommersches Landschaf - ich mag es. Ehrlich und robust, rauh aber nicht unbedingt kratzig, einfach, ungefärbt, mit seinem silbergrau wunderschön.

Liebes Schaf, ich danke dir für dein herrliches Fell. Ich werde dich gerne tragen, auch ohne Kuschelfaktor. Bist mir auf der Haut 1000mal lieber als jedes Plastiktier.