Dienstag, 20. März 2012

Vorbereitungen für die nächsten Einkochorgien


Die Sonne lacht, im Garten sprießt das erste Grün mit Macht - es wird Frühling!

Zeit, an die nächsten Einkochereien zu denken. Den ganzen Winter über habe ich fleißig Gläser gesammelt. Was mir da aber nicht so gefällt, besonders weil ich doch so gerne Selbstgemachtes verschenke, sind diese unschönen oder langweiligen Deckel. Stofffetzen oder Servietten ausschneiden und mit Gummiband befestigen ist so eine erste Maßnahme, die aber leider nicht von Dauer ist. Spätestens wenn das Glas geöffnet wird, dann kommt zum Vorschein, dass es ehemals mit Gurken oder Pizzasoße befüllt war. Nicht schön!
Drum dachte ich mir, dies ist die Gelegenheit mich zum ersten Mal in der Serviettentechnik zu versuchen. Mangels sofort verfügbarem Speziallack für diese Technik griff ich auf Bastelkleber und Acryllack zurück - das war wenigstens im Haus.

Hier also Methode  A:
Deckel mit ein wenig verdünntem Bastelkleber einpinseln, Serviettenfetzen drauflegen und vorsichtig mit einem Pinsel andrücken. Nach dem Trocknen zwei mal mit Klarlack lackieren - fertig.
Das Ergebnis hat mir schon recht gut gefallen (im Foto der Deckel mit den blaugrundigen Margariten).

Aber frau möchte ja "professionell" hobbyen. Wie gut, das der ortsansässige Bastelladen recht gut sortiert ist, und so konnte ich ein Pöttken Spezialzeugs "Lack & Leim" erstehen. Es hat mich ja schon ein wenig stutzig gemacht, das in der Beschreibung stand "für saugende Gründe wie Teracotta, Holz, Pappe" usw. Hm - aber probiern wir's mal, auch wenn die lackierten Metalldeckel alles andere als saugend sind.

Hier also Methode B:
Serviettenfetzen auf Deckel legen und mit dem Serviettentechnickspeziallackundkleberineinemzeugs einpinseln. Gar nicht so einfach! Dieser Hauch von Papier saugte sich voll, wurde recht instabiel und riß immer wieder ein. Gut, also wieder zusammenschieben - sieht man ja kaum den Riß. Das war schon eine kleine Geduldsprobe. Die nächste war das Warten, bis das Zeugs endlich getrocknet war. Wäre der Grund saugend, wäre es sicher schneller gegangen *seufz*. Schlußendlich war der Deckel aber auch aufgehübscht (im Foto der braungrundige mit Sonnenblume)

Nun der Härtetest! Will man vorbereiten und die Gläser mit den "verschönerten" Deckeln befüllen, so müssen diese auch ein mindestens 5-minütiges Bad in kochendem Wasser überstehen (wegen des Keimmassakers). Beide Deckel haben es mehr oder weniger schadlos überstanden. Nur der Braune, da wurde der Speziallack an einigen Stellen wieder milchig. Scheint sich aber mit der Zeit wieder zu erholen :)

Kommentare:

  1. Tolle Idee, aber ich bleibe bei meinen Stoffen mit Bastschleifchen. Angst vor Viren grins..
    LG Sheepy

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  2. Ein tolle Idee :)! Mir gefallen die üblichen Deckel auch nicht... aber ob ich da die Geduld hab, die so hübsch zu verzieren wie du das gemacht hast...? ;)

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  3. Eine schöne Idee! Das werde ich mal an eine Freundin von mir weitergeben, denn die verteilt regelmäßig den Auftrag, dass wir Gläser mit "neutralen" Deckel für sie sammeln sollen....

    Mit einem lieben Gruß,
    Sarah Maria

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  4. So eine Beautykur hätten meine Deckel auch nötig, aber woher die Zeit nehmen? Ich glaub, ich schick sie Dir:)
    Lg
    Brigitte

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  5. Eine tolle Idee! So sehen die Deckel sehr dekorativ aus.
    Wünsche dir ein schönes Wochenende
    Bine

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