Donnerstag, 28. Juni 2012

Lavinia Musterprobe


Verhextnochmal! Ich komme mir vor wie ein blutiger Strickanfänger! 

"Verschränkte linke Masche" hört sich doch gar nicht so schwer an. Hat es aber in sich! Habe ich in meinem ganzen langen Strickerleben noch niemalsnicht gebraucht - aber jetzt.
Faden vor die Nadel? Ne. Von vorne oder hinten einstechen? Wie? Strickbild sieht aber gar nicht verschränkt aus. Nochmal! Faden hinter die Nadel? Und jetzt? Keine Zeit im Internet nach irgendwelchen netten erklärenden Filmchen zu suchen, weil ich muss doch stricken!
Nach drei Mal ribbeln endlich ein Strickbild, dass Frau Fadenstilles Vorbild zufriedenstellend ähnlich sieht.

Nun die Verschränkungen. Ist doch eigentlich nichts anderes als Zopf stricken. Zöpfe kann ich - dachte ich.
Erster Versuch sieht aus wie Gewurkse, aber nicht nach Geflecht. Hm. Da war doch was mit "Hilfsnadel vor bzw. hinter die Arbeit legen". Steht aber nicht in der Anleitung. Also doch den Rechner anschmeißen, Frau Fadenstilles Mustervorbild in riesengroß ausdrucken, beide Hirnhälften verknoten und nochmal versuchen.

*ribbelribbelribbel*

Masche auf Hilfsnadel hinter die Arbeit, Maschen von einer auf die andere Nadel schieben, Hilfsnadel nehmen - Himmel wo ist die Hilfsnadel geblieben! Weg! Unterm Sofa! Masche auch weg! Nennt man wohl Laufmasche *grumpf*

*ribbelribbelribbel*

Aaaaalso, Masche auf Hilfsnadel hinter die Arbeit, Maschen von einer auf die andere Nadel schieben, dabei irgendwie die Hilfsnadel mit festhalten, drei Nadeln, einen Faden, zehn Finger und die Anleitung im Blick behalten, stricken und Maschen schieben, Hilfsnadel raus, in die nächste Masche rein, vor die Arbeit, stricken, Hilfsnadel wieder aufheben weil rausgerutscht, Masche wieder einfangen und blooooß nicht laufen lassen, schieben, stricken, Finger entknoten, weiter geht's.
Irgendwann ist Reihe 17 geschafft und ich bin unendlich erleichtert, dass jetzt das Blattmuster kommt, weil das kann ich. Kann ich?

Freitag, 22. Juni 2012

Vergrüntes Edelgarn



Heureka! Rote Zwiebelschalen färben tatsächlich Grün!

Das Edelgarn habe ich zunächst über Nacht mit Aluminiumacetat kalt gebeizt und anschließend in einer Flotte aus roten Zwiebelschalen (am Vorabend die Schalen eine Stunde in Wasser gekocht und über Nacht stehen gelassen) mitsamt meiner Finger grün gefärbt.
Sehr spannend, wie unterschiedlich die verschiedenen Materialien die Farbe angenommen haben. Das Alpaka ist deutlich heller geblieben - wie man auf dem Foto erkennen kann (und auch, dass ich gar nicht sooooo gleichmäßig spinne ;) )


Nun warte ich ganz ungeduldig, dass Frau Fadenstille die Anleitung für Lavinia ins Netz stellt. Für die Tunika müsste es (knapp) reichen.
Hach - ich freu mich schon so aufs Nadelklappern *g*

Donnerstag, 21. Juni 2012

Edelgarn



Aus zwei versponnenen Kammzügen - Alpaka und BFL/Seide - habe ich mit der Anna ein herrliches Garn gezwirnt *freu*. Kuschelig, weich, griffig - einfach wunderbar anzufühlen! 420 g mit einer Gesamtlauflänge von 1340 m - macht 320 m / 100 g.

Nun sollen die beiden Stränge noch gefärbt werden - mit roter Zwiebelschale.

Ich geh dann mal beizen *g*

Dienstag, 19. Juni 2012

Mahlzeit für Pieper



Ich bringe es ja nicht übers Herz, den Piepmätzen in unserem Garten den Futterhahn zuzudrehen!

Mir ist bewusst, dass die Ganzjahresfütterung durchaus kontrovers diskutiert wird. Die einen sagen: "Bitte ausschließlich im Winter füttern!", die anderen behaupten, eine Ganzjahresfütterung ist gar kein Problem. Nun, vielleicht sollte man die Sache ein wenig differenzierter betrachten:
In eher ländlichen Gegenden sollten die kleinen Luftstürmer außerhalb der Wintermonate durch Landwirtschaft, Nutzgärten und genügend Grünfläche in der Lage sein, sich selbst zu versorgen. Urbane Areale mit viel Bebauung und fast ausnahmslos Ziergärten sind für die Vögel sicher futtertechnisch schwieriger. Ein ganzjähriger Ausgleich für die menschlichen Eingriffe in die Natur in meinen Augen vertretbar. Und hier im Ruhrgebiet, innerstädtisch allemal!

Ach wie gut, das ich nun vor mir selbst rechtfertigen kann, das Futterhaus weiter zu befüllen *g*

Da stehe ich nun leider vor einem kleinen Problem: meinem ortsansässigen Futterdealer geht der Nachschub aus. Ist halt eine Winterware.
Internetrecherchen ergaben, man kann das auch selber machen *hachwieschön!*.  Eine Mischung aus Getreideflocken, Ölsaaten, ein paar Rosinen und etwas Fett ergibt eine ausgewogene Vogelmahlzeit.

Und so sieht dann mein Rezept für unsere geflügelte Gartengemeinde aus:

1 kg Müslimischung (bitte zwingend darauf achten, dass kein! Zucker enthalten ist!)
500 g Vollkorn-Haferflocken
250 g Rosinen (soweit im Müsli noch keine enthalten sind)
250 g Schweineschmalz

Den Schmalz in einer großen hohen Pfanne sanft erwärmen bis er flüssig ist, die Müslimischung und Haferflocken mit dem Fett durchmischen und weiter vorsichtig wärmen, bis die Flocken sich gut vollgesogen haben. Anschließend die Rosinen, wenn benötigt, beimengen, alles auskühlen lassen und servieren *g*.

Sonntag, 17. Juni 2012

Kräutersalz


Erstaunlich, dass Seifenzutaten durchaus nicht-seifige Verwendung finden können ;-)

So kann aus Salz nicht nur Salzseife fürs Bad, sonder auch ein leckeres Kräutersalz für die Küche hergestellt werden.
Kleingeschnittene frische Kräuter werden abwechselnd mit Salz in ein Glas geschichtet, mehrere Monate im Kühlschrank gelagert, alles im Backofen kurz bei 50°C getrocknet, anschließend gemahlen und dann "hmmmm".


Der Tipp, Kräutersalz auf diese Weise "anzusetzen", kommt übrigens aus dem Seifentreff-Forum *giggl*


Sonntag, 10. Juni 2012

Salzseifenidee


Es wäre doch nett, könnte man die Salzkristalle als farbige "Stipsen" in der Seife sichtbar machen. So habe ich mir überlegt, wenn man das Salz mit Lebensmittelfarbe färbt und dies dann in den ungefärbten Seifenleim gibt, könnte es einen netten Effekt geben. Betonung liegt auf "könnte"!

Wie man sieht, sieht man nicht viel.


Das blaue Salz hat den Seifenleim erwartungsgemäß wunderbar grün gefärbt - von den gewünschten Stipsen ist nicht viel übrig geblieben.
Einen Versuch war es wert *g*




55 % Kokosfett
20 % Olivenöl
20 % Reiskeimöl
 5 % Rizinusöl


30% der GFM dest. Wasser
10% Überfettung


30 % der GFM feines Meersalz
mit einem Schwups flüssiger blauer Lebensmittelfarbe (Indigotin) gefärbt und getrocknet


1,6 % der GM Parfümöl "Garden Path" von Gracefruit


Montag, 4. Juni 2012

Jungvolk



... futtert mir die Haare vom Kopf!!! *g*

Seit die kleinen Meisen flügge sind und unser Futterhaus entdeckt haben, fülle ich 1 Kilo Gartenvogelfutter nicht mehr alle 8 Tage nach, sondern alle 3 Tage! Die Rasselbande - müssen so 6-8 kleine Pieper sein -  ist hungrig und ständig hocken sie körnerpickend im Häuschen, schmeißen sich gegenseitig raus, schimpfen.

Vor 5 Tagen noch war es nur ein Jungtier, das kläglich am Versuch scheiterte im Vogelhaus zu landen. "Must noch üben, kleiner Kerl" dachte ich nicht ohne Mitleid. Bald war der eine nicht mehr alleine - zwei, drei, vier pfeifende Federbälle verfolgten bettelnd die Meisenmama, auf die schnell mein Mitleid wechselte. Sind schnell "groß" geworden, die süßen Kleinen. Der Voglefutterhauslandenaflug klappt mittlerweile aus dem Eff-Eff.