Samstag, 26. Januar 2013

Süß und salzig ist seifig


Eine aus dem Seifentreff gemopste Idee - Brychas Honig-Sole Seife sah so appetitlich aus. So eine wollte ich auch!
Ihre Idee die Lauge mit gesättigter Sole anzurühren und in den Seifenleim 5 % GFM Honig einzurühren verspricht ein sinnliches Duscherlebnis - so etwa in einem halben Jahr ;-)
Die Fettwahl habe ich ein wenig abgewandelt. In dieser stecken Rapsöl, Kokosöl, Schweineschmalz, Reiskeimöl, Sheabutter und Lanolin. Beduftet mit den Parfümölen "An afternoon in the garden" und einem Schwups "Beeswax" (beide von behawe). Eine Winzmenge Titandioxid sorgt für den cremigen Look.


Freitag, 18. Januar 2013

Themenseife "IRA"



Seifentechnisch gibt es doch nichts spannenderes, als eine Seife zu einem bestimmten Thema auszutüftlen. Beste Gelegenheit bieten da die interaktiven Themenseifen im Seifentreff-Forum!

Diesmal habe ich mich entschlossen bei den "7 Todsünden" mitzusieden. Mein Part dabei sollte Ira (Zorn) sein.

Und so sieht die Umsetzung aus:

Zorn ist heiß brennend, überschäumend, agressiv und unkontrolliert.
Drum schienen mir die Fette Kokosnussöl (das wohl am besten schäumende verseifbare Fett), Schweineschmalz (durch Schlachtung gewaltsam gewonnen) und Reiskeimöl (hier die Assoziation zu den „blutrünstigen“ Samurei) mit ein wenig Stearinflocken eine passende Kombination. (Krause Gedankengänge, aber irgendwie muss man dass Thema ja in die Seife bringen ;-) )
Zitronensäure (ätzend) durfte natürlich auch nicht fehlen.
Beißend und erdig-dumpf sollte der Duft werden. Dies habe ich mit einer Mischung aus ÄÖ Teebaum und ÄÖ Patchouli versucht zu erreichen.

Eine schwarze Seife mit roten Flammen schwebte mir vor. Der Seifenleim wurde also geteilt – ein kleinerer Teil mit DC Rosenrot und DC Sunshine, der größere Teil mit ordentlich Pflanzenkohle gefärbt. Dann zunächst der rote Leim in die Form gegossen und mit Hilfe eines Spachtels der Schwarze darüber gegeben. Anschließend habe ich mit einem „Bügel“ die Flammenzungen gezogen.

Im 50°C warmen Backofen erfuhr sie die „Schnell-reif-werden-Methode“.

Diese Seife hat mich tatsächlich in Rage gebracht! Hatte sie sich doch in der Form festgebissen. Wollte ums Verrecken nicht heraus, so dass ich Gewalt anwenden musste! Ist echt wahr!
Und richtig schneiden lassen wollte sie sich auch nicht! Nur mit viel Kraftaufwand, unflätigen Flüchen und bösartigem Gebrösel ist es mir gelungen, dem Block ein paar akzeptable Stücke abzuringen!

Was aber nicht davon abhalten soll, die Seife zu genießen – denn immerhin ist es Seife.

Die Beigabe (Harissa - ist eine superscharfe Gewürzmischung aus Chili, Cayennpfeffer, Habanero, Cumin und Koriander), die lasse Feuer spucken und Rauch aus den Ohren quellen *ggg*

Das Rezept:

345 g Schweineschmalz
345 g Kokosnussöl
345 g Reiskeimöl
35 g Stearinflocken

30 g Zitronensäure
270 g dest. Wasser
NaOH für 6% Überfettung


ÄÖ Teebaum und Patchouli

1 geh. TL Pflanzenkohle
1 MSP DC Rosenrot
1 MSP DC Sunshine


Im nachhinein denke ich, die Stearinflocken hätte ich mir schenken können. Dann hätte es mit dem Schneiden vielleicht besser geklappt *grumpf*